„Erzähle mir

und ich vergesse,

zeige mir

und ich erinnere,

lass mich erleben

und ich verstehe.“

(Konfuzius)

 

 

 

 

            Alle gleich und doch anders

 

Die Menschenwürde der uns anvertrauten Kinder, findet in unserer pädagogischen Arbeit, besondere Achtung. Die Persönlichkeit der Kinder hat den gleichen Stellenwert wie die eines Erwachsenen. Dabei orientieren wir uns an der Notwendigkeit, das Bild des Kindes vor dem Hintergrund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu reflektieren und den Fähigkeiten des Kindes entsprechend zu handeln. Die Kinder haben so, von Anfang an, die Kompetenz, die für ihre Entwicklung notwendigen Schritte, aus eigener Kraft zu tun. Kinder wollen von Natur aus wachsen, sich entfalten und lernen. Unsere Aufgabe ist es, dazu Rahmenbedingungen zu schaffen, Erfahrungsräume zu öffnen und sie im Streben nach Kompetenzerweiterung zu unterstützen.

 

 

            Situationsorientierter Ansatz

 

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist die ganzheitliche und individuelle Förderung des Kindes, die sich konzeptionell am „Situationsorientierten Ansatz“ orientiert. Hiermit erreichen wir die angestrebten Ziele unserer Bildungsarbeit.

Ausgehend vom Kind als gleichwertigen Partner, sehen wir diese als Persönlichkeiten, deren vorhandenen Fähigkeiten es zu stärken gilt. Wir begegnen unseren Kindergartenkindern mit individueller Akzeptanz und Wertschätzung. Von Natur aus wollen Kinder eigenständig handeln, sich entfalten und einbringen. Auf Grund der Sichtweise des wechselseitigen Lehrens und Lernens von Kindern, bieten wir ihnen Beziehungserfahrungen und Rahmenbedingungen an, die ihre Kompetenzen der Ich-, Sach- und Sozialentwicklung unterstützen.

Im Konzept des „Situationsorientierten Ansatzes“ steht die Situation des einzelnen Kindes und seine Persönlichkeit, im Mittelpunkt. Dadurch erhalten die Kinder die Möglichkeit, Lebensereignisse, die sie beschäftigen, nachzuerleben, sie zu verstehen und aufzuarbeiten. Um die aktuelle Situation eines Kindes erfassen zu können und um zu erfahren, welche Bedürfnisse es hat, welche Fragen und Probleme es bewegt, beobachten unsere pädagogischen Fachkräfte das Kind. So erfahren wir, was zwischen den Kindern passiert, unterstützen das kindliche Spiel (z.B. durch Wertschätzung), greifen Ideen der Kinder auf, spielen mit und geben Anregungen zum gemeinsamen Spiel der Kinder. Neben diesen Beobachtungen sind Hintergrundinformationen, wie soziales Umfeld, Lebensumstände, Familienstruktur, Entwicklungsstand des Kindes oder Sozialkontakte außerhalb des Kindergartens von großer Bedeutung. Denn daraus können wir Rückschlüsse über Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder ziehen. Daher planen wir Angebote, die thematisch einen aktuellen, realen Bezug zu den Kindern haben. Je nach individuellem Entwicklungsstand werden die Kinder an der Planung und Vorbereitung der Angebote beteiligt.

In der konkreten Durchführung bedeutet diese, dass Alltagssituationen und reale Situationsbereiche der Kinder in den Gruppen aufgegriffen werden (z.B. Jahreszeiten, Familiensituationen, Berufe…). Aus diesen Beobachtungen der einzelnen Situationen formulieren wir Ziele und arbeiten Inhalte für ein Kind orientiertes Projekt aus. Diese werden dann in den jeweiligen Gruppen durchgeführt. Die aktive Mitsprache und Mitbestimmung der Kinder ist uns hierbei sehr wichtig.

 

 

            Integration- und  Inklusionsbezogener Ansatz

 

Wie bereits im Vorfeld geschrieben, wird unsere Kindertageseinrichtung selbstverständlich auch Kindern mit Behinderung offenstehen.

Der neue Begriff der Inklusion ist schon immer ein Leitgedanke des Roten Kreuzes. Inklusion will die Veränderung bestehender Strukturen und Auffassungen dahingehend, dass die Unterschiedlichkeit der Menschen zur Normalität wird. Ziel unserer Einrichtung ist es für alle Kinder ein Angebot zu schaffen. Denn bei der Inklusion geht es darum, alle Menschen einzubeziehen und sie konsequent als Teil einer heterogenen Gruppe zu verstehen. Die Inklusion geht von der Besonderheit und den individuellen Bedürfnissen eines jeden Kindes aus, egal ob die individuellen Bedürfnisse auf einer Behinderung, auf ein Geschlecht, einem kulturellen Hintergrund, einer sozialen Herkunft oder einer Religion beruhen.

Gemeinsames Ziel ist die Selbstbestimmung eines jeden Kindes zu fördern und Lebensbedingungen zu schaffen, die Ausgrenzung verhindern und Akzeptanz von Menschen mit verschiedenen Lebensentwürfen fördern.

Um die Inklusion zu leben, muss gesehen werden, dass ein Kind, ob behindert, von einer Behinderung bedroht oder in der Entwicklung verzögert, an sich einen erhöhten Betreuungsbedarf hat. Um dem gerecht zu werden, gibt der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) Zuschüsse für eine zusätzliche Fachkraft.

Diese zusätzliche Kollegin entwickelt gemeinsam mit den betreffenden Erziehungsberechtigten, involvierten Institutionen und dem Team, für das „integrativ Kind“ ein individuelles Förderkonzept. Alle Beteiligten können sich so an den Stärken des Kindes orientieren und seine besondere Lebenssituation berücksichtigen. Spezifische Anregung bekommt das Kind in der Einzelförderung, die in den Tagesablauf eingebunden wird.

Eine integrative Erziehung bietet Entwicklungsimpulse und wichtige gemeinsame Erfahrungen, denn jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen. Die Kinder helfen sich gegenseitig und lernen voneinander. Jedes Kind hat Rechte, die wir ernst nehmen und respektieren. Zudem sehen wir die Stärken des Kindes im Vordergrund, wo unsere pädagogische Arbeit im Alltag individuell anknüpft. Jedes Kind ist “Akteur seiner eigenen Entwicklung“. Zu einer Integration von Kindern mit den verschiedensten Behinderungen kommt es, sobald festgestellt wird, dass ambulante Maßnahmen nicht allein mehr ausreichen.

 

 

            Kinder im Alter unter drei Jahren


 Kinder unter drei Jahren sind motivierte, anspruchsvolle Lerner. Sie sind wissbegierige Forscher, die ihre Welt mit allen Sinnen entdecken und sich –mit dem Rückhalt der Bezugsperson- Schritt für Schritt ausprobieren möchten. Sie lernen unermüdlich durch Zuhören, Beobachtungen und Imitation, sie lernen mit allen Sinnen und brauchen zwischendurch Ruhepausen, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Kinder in den ersten drei Lebensjahren leben in einer intensiven Gefühlswelt, reagieren impulsiv und unmittelbar und brauchen verlässliche Partner, die sie bei der Bewältigung ihrer Gefühle angemessen unterstützen.

 

Das pädagogische Handeln für die Kinder unter drei Jahren wird durch nachfolgende Aspekte geprägt.

 

Sichere Beziehung als Grundbedürfnis

Kinder brauchen von der Geburt an beständige liebevolle Beziehungen, um sich sicher zu fühlen und sich auf dieser sicheren Basis der Welt neu- und wissbegierig zuwenden zu können. Frühkindliche Bildung kann daher nur im Zusammenspiel von Bindung zu verlässlichen Bezugspersonen und dem Erkunden von neuen Dingen und Situationen geschehen.

Die Konsequenz daraus ist, dass die Kindertageseinrichtung für die Kinder unter drei Jahren verlässliche Bezugspersonen zur Verfügung stellen. Damit die Kinder die Beziehung zu dieser Person aufbauen können ist eine „Eingewöhnungszeit“ unbedingt erforderlich. Sie ist die Schlüsselsituation für den Aufbau einer qualitativen guten Beziehung zwischen Erzieher/innen und dem einzelnen Kind.

Für das Kind ist die „Eingewöhnungszeit“ eine komplexe Herausforderung.

Es muss seine Verlustängste bewältigen, die mit der Trennung von der primären Bezugsperson verbunden sind.

Es muss lernen, sich in Stresssituationen bei einer neuen Bezugsperson emotionalen Rückhalt zu suchen.

Es muss mit der neuen sozialen Situation (viele Kinder, viele Erwachsene) umgehen lernen.

Es muss sich eine neue Umgebung erschließen, die völlig anders und vielfältiger ist als die familiäre Umgebung.

Es muss sich durch den Wechsel während des Tages zweimal an seine beiden unterschiedlichen Entwicklungsumgebungen mit jeweils anderen Bezugspersonen anpassen.

 

Beziehungsvolle Pflege und Feinfühligkeit

Die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren setzt in der pädagogischen Arbeit neue Schwerpunkte und ist grundsätzlich mit mehr körperlicher und emotionaler Zuwendung und Nähe zum Kind verbunden. Dies hängt mit den Bedürfnissen der Kleinkinder nach engen und zuverlässigen Beziehungen zusammen und kommt besonders bei der beziehungsvollen Pflege und bei den Mahlzeiten zum Ausdruck.

Die Konsequenz daraus ist, dass der Wickelbereich so gestaltet ist, dass eine wohltuende Atmosphäre möglich ist. Die Wickelsituation wird so gestaltet, dass sich die Erzieherin dem Kind individuell zuwendet und sich nicht durch äußere Reize, Ansprache usw. stören lässt.

Beziehungsvolle Pflege nach Emmi Pikler kommt zum Ausdruck

in liebevollem Respekt vor dem Kind,

in ungeteilter Aufmerksamkeit,

in behutsamen Berührungen,

in sprachlicher Ankündigung und ruhiger Begleitung der Handlungen, welche das Kind zur Kooperation und zum Dialog anregt.

 

Eine Entwicklungsförderliche Umgebung schaffen

Kinder unter drei Jahren verändern die Ansprüche an einer entwicklungsfördernden Kindertageseinrichtung. Sie muss den vielfältigen Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden, welche die erweiterte Alterspanne mit sich bringt. Für eine gelingende kognitive, soziale und emotionale Entwicklung brauchen alle Kinder eine überschaubare, aber anregungsreiche Bildungsumwelt. Dies sollte eine heitere, ermutigende Atmosphäre, geeignete Interaktionspartner und Vorbilder, sowie altersangemessene Unterstützungen und Begleitung bei den Entwicklungsschritten zur Verfügung stellen.

Die Konsequenz ist, dass eine Umgebung geschaffen wird, die nachfolgende Aspekte berücksichtigt.

  • eine verlässliche Tagesablaufgestaltung mit Spielräumen, welche die spezifischen Bedürfnisse der Jüngsten (wie z. B. Nahrung, Pflege, Ruhe) berücksichtigen ohne die Älteren einzuschränken
  • eine durchdachte Raumgestaltung und anregende, altersgemäße Materialien
  • überschaubare Gruppenstrukturen für die Jüngsten und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten für die Älteren
  • Soziale und interaktive Anregungen im gemeinsamen Handeln, Spielen, Sprechen und Denken in Alltagssituationen und in gezielten pädagogischen Angeboten für altersähnliche Kleingruppen und altersgemischte Gruppen.

 

 

            Unsere pädagogische Arbeit

 

Junge Kinder brauchen für eine positive Entwicklung in verstärktem Maße vertraute Bezugs- und Bindungspersonen. Ihren Dialog mit der Welt führen Kinder umso intensiver, je mehr sie auf einen verlässlichen „Hafen“ vertrauen können. Ist die Möglichkeit einer Bindung an einen erwachsenen Menschen nicht gegeben, verzögern sich Entwicklungsschritte und die Bereitschaft der Kinder sich Lernherausforderungen zu stellen.

Kleinkinder planen ihre Tätigkeiten nicht. Sie lassen sich spontan von Materialien, räumlichen Bedingungen, Menschen und Tieren, die sie sehen inspirieren und beschäftigen sich mit ihnen. Dieses tun sie während ihrer ersten Lebensjahre zu Beginn parallel zu anderen Kindern und kommen erst nach und nach im Rahmen ihrer wachsenden Vertrautheit mit Kindern und Räumen zu einem gemeinsamen, aufeinander bezogenes (Rollen-) Spiel. Sie brauchen nur wenig vorgefertigtes Spielzeug (z.B. Kuscheltiere, Autos zum Rollen, Bälle, einfache Bilderbücher, …). Ein gutes Angebot an kostenlosem Material, dass geräumt, gestapelt, sortiert, versteckt und wiedergefunden werden kann (z.B. Korken, Becher, Schachteln, Rührlöffel, …). Kinder machen ihre Lernerfahrungen im konkreten Erleben, über die Bewegung, mit allen Sinnen, durch Versuch, Irrtum und Erfolg, durch unzählige Wiederholungen und durch die Aufnahme neuer Elemente in die (scheinbaren) Wiederholungen. Das gilt für Babys und Kleinkinder in besonderer Weise. Räume, die die Lust der Kinder dazu anregen müssen diese Lernvoraussetzungen bieten.

 

 

 

            Ziele unserer Arbeit

 

Folgende grundlegende Ziele sind Leitlinien unserer pädagogischen Arbeit:

Unsere Kindergartenkinder sollen sich in unserer Einrichtung wohl fühlen, gern zu uns kommen, denn dieses ist eine Grundvoraussetzung, um die uns anvertrauten kleinen „Pflanzen“ auf einem guten Boden beim Heranwachsen zu begleiten.

Die Förderung und Stärkung des Selbstvertrauens und der Selbstsicherheit ist ein zentrales Ziel unserer pädagogischen Arbeit und Voraussetzung zur Selbst- und Eigenständigkeit. Bei der Umsetzung dieses Zieles knüpfen wir an den vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder an.

Nach der Aufnahme in unsere Einrichtung lernen die Kinder oft zum ersten Mal sich für einen bestimmten Zeitraum des Kindergartenbesuches von ihren Eltern zu lösen und sich ohne sie zu orientieren. Die Kinder lernen sich mit ihrer neuen Umgebung auseinanderzusetzen, sich bei uns einzugewöhnen, umso wichtige Erfahrungen in ihrem neuen Umfeld sammeln zu können. So lernen die Kinder, Kontakt zu anderen Kindergartenkinder aufzubauen, Konflikte angemessen auszutragen, Regelungen zu treffen, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und Kompromisse zu schließen. Wir stehen den Kindern dabei mit der jeweiligen Umsetzung zur Seite.

Die sprachlichen Ausdrucksfähigkeiten der Kinder werden durch den interaktiven Kontakt untereinander gefördert und erweitert. Durch das praktische Tun lernen die uns anvertrauten Kinder ihre Umwelt ganzheitlich kennen und ihre kognitiven Fähigkeiten werden gestärkt. Da differenziertes Wahrnehmen und Verarbeiten von zentraler Bedeutung sind, um sich in der Welt zu Recht zu finden, ist die Wahrnehmungsförderung ein wichtiges Ziel in unserer täglichen pädagogischen Arbeit.

Durch unsere vielfältigen Materialangebote und der entsprechenden Raumgestaltung fördern wir die Kinder in ihren Bewegungsabläufen und ihre Koordination und Geschicklichkeit wird im fein- und grobmotorischen Bereich erweitert und ausgebaut. Die Kinder erfahren eine individuelle und altersgemäße Begleitung, um eventuelle Schwächen zu verringern und die Stärken zu fördern. Unsere Kinder erhalten durch das unterschiedliche Spiel- und Materialangebot Möglichkeiten, ihre Kreativität und Fantasie einzubringen, sie umzusetzen und zu erweitern.

 

 

 

            Die Gesundheitsphilosophie nach Sebastian Kneipp

 

Sebastian Kneipp war von Beruf Pfarrer und trug den Beinamen „Wasserdoktor“.
Als er an TBC erkrankte, heilte er sich durch sekundenlange Bäder in der eiskalten Donau.

Unter anderem entwickelte er aus diesen Erfahrungen, sein späteres ganzheitliches 5 Säulen Gesundheitskonzept.
Durch diese Lehren sammeln unsere Kindergartenkinder auf kindgerechte Art & Weise, Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen.

 

  1. Gesunde Ernährung:

Die richtige Ernährung trägt wesentlich zur Erhaltung der Gesundheit bei. Gesunde Kinder sind aktiv, voller Lebensfreude, fühlen sich wohl in ihrer Haut und strahlen dies auf ihr Umfeld aus.

 

  1. Kräuter und Heilpflanzen:

Die Natur bietet uns mit ihren Kräutern und Heilpflanzen einen wertvollen Schatz zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen.

 

Zum häuslichen Gebrauch sagt Kneipp:
Für jede Krankheit ist mindestens ein Kraut gewachsen.

  • Zur Entwässerung des Körpers hilft Brennnessel oder Birkenblätter.
  • Bei Völlegefühl wirken Wacholder und Rosmarin
  • Zudem wirkt Rosmarin auch entkrampfend auf Magen und Darm. In Bädern wirkt es anregend.

Melisse dagegen entspannend, Baldrian geradezu einschläfernd.

  • Kamille wirkt bei fast allen Beschwerden: Sie ist beruhigend für den Magen, lindert Hautleiden, und wirkt entzündungs-hemmend in den Atemwegen
  • Arnika wirkt super bei Sportverletzungen, aber auch bei Spannungsgefühl und bei Blutergüssen, da es abschwellend und heilend, aber auch durchblutungsfördernd wirkt.
  • Bei Erkältungen helfen Spitzwegerich und Thymian.
  • Bei Fieber helfen Holunder und Lindenblüten.
  • Für die Atemwege ist Eukalyptus

 

Wir können Kräuter auf verschiedenste Weise zu uns nehmen. Beim Kochen in der Küche entfalten sie ihren aromatischen Geschmack und haben zusätzlich ihre eigene Wirkung.

Als Tee werden sie mit heißem Wasser übergossen und können mit Honig gesüßt werden.

Als Tinktur oder Salbe können Sie auf die Haut aufgetragen werden.
Als Bäder oder als Dampfbad sind Kräuter auch nicht zu verachten.

 

 

  1. Wasser:

Sollten Sie irgendwann von Sebastian Kneipp gehört haben, dann ganz gewiss in Zusammenhang mit Wasser. Als „Wasserdoktor“ ist er vielen Menschen ein Begriff.

 

Waschungen:
Morgens kühles Wasser entweder mit dem Waschlappen oder für ganz Harte einfach nach der warmen Dusche auf dem Oberkörper verteilen. Beginnen Sie dabei herz-fern, also an den Fingerspitzen, und „arbeiten“ Sie sich zum Herzen vor. Wer diese Anwendung regelmäßig, jeden Morgen durchführt, stärkt dadurch seine Abwehrkräfte. Zum besseren Entspannung vor dem Schlafengehen verhilft eine Unterkörperwaschung, ebenfalls von den Zehenspitzen bis zum Bauch.

 

Bäder:
Ein warmes Vollbad ist ein Genuss für Körper und Seele, jedoch sollte es nicht länger als 20 Minuten dauern. Alternativ dazu können auch Teilbäder angewendet werden. Wechselbäder stärken die Abwehrkräfte und halten fit. Dabei sollte man 5 Minuten im warmen Wasser verweilen, 15 Sekunden in kaltes Wasser wechseln. Dies führt man insgesamt dreimal durch.

 

Kneippsche Fußbäder

können im Winter vor Erkältungen schützen und helfen zusätzlich gegen kalte Beine und Füße. Verweilen Sie 15 Minuten im warmen Fußbad und duschen Sie danach die Beine kalt ab. Entsprechende Pflanzenzusätze können Genuss und Wirkung steigern.

 

Güsse:
Wie bei Waschungen werden Güsse grundsätzlich herz-fern begonnen und enden herznah. Güsse am Oberkörper sind erfrischend und belebend, am Unterkörper sind sie entspannend. Ein Guss bedeutet übrigens nicht, dass man sich einen Eimer Wasser überkippt, sondern mit einem starken Wasserstrahl, etwa aus einem Schlauch hantiert.

 

Wickeln
sind altbewährte Mittel gegen unterschiedliche Beschwerden. Sie können heiß und kalt sein und mit Zusätzen wie Lehm, Quark oder Essig angewandt werden. Quarkwickeln sind z.B. hilfreich bei Stauchungen, Zerrungen oder Gelenkentzündung. Gegen Entzündungen helfen kühle Packungen. Mit heißen Wickeln kann man gegen Muskelverspannungen oder Verkrampfungen des Magen-Darm-Traktes vorgehen. Wickeln werden mit Wasser oder der Zutat getränkt, um die entsprechende Stelle gewickelt und durch ein Handtuch oder eine Decke isoliert. 20 Minuten reichen vollkommen aus. Danach sollte man ruhen.

 

Sauna:
Der Heiß-Kalt-Wechsel ist der Kernbestandteil des Saunierens. Es ist aber auch die extremste Form der Wasseranwendung. Für Gesundheit und Wohlbefinden ist die Sauna bestens geeignet. Die Temperaturunterschiede sind Hochleistungstraining für die Gefäße. Die Wärme erweitert neben den Blutgefäßen auch die Bronchien, das Schwitzen entschlackt. Wichtig nach jedem Saunagang ist die gründliche und ausgiebige Abkühlung in Form eines Vollgusses. Nach dem Saunen das Trinken nicht vergessen, da wir bis zu 1 Liter Wasser oder mehr ausschwitzen können.

Trinken:
Wasser ist und bleibt das Lebensmittel Nr.1. Eine tägliche Wasseraufnahme von zwei bis drei Litern gilt als absolut empfehlenswert.

 

  1. Bewegung …macht Spaß:

Bewegung als Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem eigenen Körper ist nicht nur für die körperliche Entwicklung, sondern auch für die kindliche Entwicklung und für die kindliche Persönlichkeit von zentraler Bedeutung

 

  1. Lebensordnung

Der Aspekt der inneren Ordnung und des seelischen Wohlbefindens, ob bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen ist die Grundlage für die Gesundheit des Menschen. Als Hilfestellung können verschiedene Entspannungstechniken anwendet werden, die wir zum Teil bei den Kindern einsetzen:

 

Atemtechnik

Ganz langsam durch die Nase Luft holen und den Atem tief in den Bauch strömen lassen. Mit der Hand auf dem Bauch sollte man den Atem spüren. Mehrfach wiederholen und sich langsam dabei entspannen.

 

Progressive Muskelentspannung

Ein guter Weg, um den Körper kennen zu lernen und sich dabei zu spüren. Das Prinzip ist einfach. Nacheinander, ganz bewusst und langsam jeden Muskel des Körpers anspannen dann wieder entspannen. Eine gute Technik, um schnell zu entspannen.

 

Wir verstehen unter dem Punkt Lebensordnung eine natürliche Lebensgestaltung, die die Einheit von Körper, Geist und Seele berücksichtigt und die den Einklang mit dem sozialen und ökologischen Umfeld anstrebt. Dieses bedeutet auch, dass wir uns unserer persönlichen und kollektiven Verantwortung für unsere Gesundheit bewusstwerden. Ein gesundes Verhalten ist bereits im Kindergartenalter, erlernbar und bedeutet einen pfleglichen Umgang mit persönlichen Ressourcen. Da der Gesundheitszustand im Alter weitgehend das Produkt des Gesundheitsverhaltens in jungen Jahren ist, ein frühzeitiger Lernprozess wünschenswert.

 

 

Gesundheitsbewusste Kinder von heute – gesunde Erwachsene von morgen

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